Wie schreibt man einen Pin-Titel, der gefunden wird?
Ein Pin hat drei Teile, und nur einer davon entscheidet, ob er gefunden wird. Hier steht, welcher — und wie du in zwanzig Minuten an die Wörter kommst, die deine Kundin wirklich eintippt.
Ein Pin hat drei Teile
Das Bild entscheidet, ob jemand klickt. Der Titel entscheidet, ob er überhaupt gezeigt wird. Die Beschreibung entscheidet, bei welchen Suchen er auftaucht.
Die meisten stecken die ganze Arbeit in Teil eins. Dabei ist Teil zwei der einzige, bei dem sich Mühe unmittelbar rechnet. Ein schöner Pin, den niemand sucht, wird nicht gesehen. Ein mittelmäßiger Pin zur richtigen Suchanfrage schon.
Die Regel
Der Titel ist die Suchanfrage. Nicht deine Botschaft.
Das ist der ganze Unterschied, und er fällt schwer, weil gute Botschaften sich besser anfühlen.
| Botschaft | Suchanfrage |
|---|---|
| Sichtbarkeit ohne Selbstverrat | Wie bekomme ich Kunden ohne Instagram? |
| Endlich Klarheit im Business | In welcher Reihenfolge baue ich mein Business auf? |
| Dein Körper spricht mit dir | Warum tut mein unterer Rücken beim Sitzen weh? |
| Steuern müssen kein Drama sein | Was kann ich als Selbstständige absetzen? |
Links steht, was du sagen willst. Rechts, was jemand eintippt. Nur rechts wird gefunden.
Wie du an die Wörter kommst
Zwanzig Minuten, kein Werkzeug nötig, nur das Suchfeld.
Erstens: Tipp deine Frage ein und schau, was Pinterest ergänzt. Unter dem Feld erscheinen weitere Wörter. Das sind echte Suchanfragen anderer Menschen, keine Vermutung.
Zweitens: Sieh dir die farbigen Kacheln über der Trefferliste an. Pinterest zeigt dort verwandte Begriffe. Notier alles, was zu deinem Thema passt.
Drittens: Nimm die Buchstaben durch. Tipp deinen Hauptbegriff ein und dahinter a, dann b, dann c. Jedes Mal kommen andere Ergänzungen.
Viertens: Schau in deinen Posteingang. Wie formulieren die Menschen, die dir schreiben, ihr Problem? Deren Worte sind besser als jedes Werkzeug — es sind genau die, die auch eingetippt werden.
Am Ende hast du eine Liste mit fünfzehn bis dreißig Formulierungen. Das ist dein Vorrat für Monate.
Sechs Fehler, die Pins unsichtbar machen
Der Fachbegriff. Du schreibst „Positionierung", deine Kundin tippt „Warum verkauft sich mein Angebot nicht". Nimm ihre Worte, auch wenn sie ungenauer sind.
Der Titel im Bild statt im Titelfeld. Pinterest liest Bilder nicht zuverlässig. Was nur auf dem Bild steht, existiert für die Suche nicht.
Zehn Pins zum selben Wort. Sie konkurrieren miteinander. Besser zehn Pins zu zehn Formulierungen.
Alles auf die Startseite. Jeder Pin zeigt auf die Seite, die genau seine Frage beantwortet. Sonst springen die Menschen sofort wieder ab, und Pinterest merkt sich das.
Leere Beschreibung. Zwei bis drei Sätze, in denen die Suchwörter in normalem Deutsch vorkommen. Keine Aneinanderreihung, kein Hashtag-Block.
Aufhören nach einer Woche. Pins brauchen Wochen, bis sie greifen. Wer nach sieben Tagen die Zahlen prüft und enttäuscht ist, hört genau vor dem Punkt auf, an dem es losgeht.
Ein Titel, Schritt für Schritt
Nimm eine Frage aus deiner Liste, zum Beispiel: Wie oft muss man auf Pinterest pinnen?
So bleibt sie stehen. Wortlaut nicht verbessern. Was schon eingetippt wird, muss nicht schöner werden.
Wenn du etwas ergänzt, dann hinten. „Wie oft muss man auf Pinterest pinnen? Eine ehrliche Rechnung." Vorne steht die Suchanfrage, hinten der Grund zu klicken.
Höchstens rund vierzig Zeichen sichtbar. Alles Wichtige gehört nach vorn, der Rest wird abgeschnitten.
Was danach passieren muss
Ein guter Titel bringt den Klick. Was dann kommt, entscheidet alles Weitere: eine Seite, die die Frage vollständig beantwortet, etwas Kleines zum Kaufen am Ende, ein Feld für die E-Mail-Adresse.
Ohne das ist ein perfekter Pin nur ein teurer Besuch.
Vierzig Pins. Ein Nachmittag.
So kommen 3.067 € im Monat zusammen.
Und im Papier steht der exakte Bauplan dazu: zwölf Hook-Muster zum Anpassen, ein fertiger Text zum Abschreiben, ein Verfahren für Suchwörter und sechs Wochen zum Abhaken. 36 Seiten, 47 €, sofort als PDF. Beispielrechnung, kein Versprechen.
Carina Anna Prav
Limitless Selling · Online-Business ohne tägliches Posten
Vierzig Pins. Ein Nachmittag.
So kommen 3.067 € im Monat zusammen.
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